Umweltreferat
Willkommen auf der Seite des kreiskirchlichen Umweltreferates!
Grundlage unserer Arbeit ist der Auftrag, sich für die Bewahrung der Schöpfung einzusetzen. In Kooperation mit dem Ausschuss für Umweltarbeit berät das Umweltreferat Gemeinden und die Leitung des Kirchenkreises. Im Folgenden finden Sie nähere Informationen:
„Der Grüne Hahn“ - Management für eine Kirche mit Zukunft
Wanderausstellung „Der Grüne Hahn“
Kreiskirchlicher Ausschuss für Umweltarbeit
Aktuelles
Ökostrom von Naturstrom:
Seit Januar 2010 existiert ein Rahmenvertrag zwischen dem Kirchenkreis Gütersloh und der NaturStromHandel GmbH. Auch die evangelischen Kirchengemeinden Friedrichsdorf, Gütersloh, Isselhorst, Rheda-Wiedenbrück und Wadersloh-Liesborn sind Kunden bei NaturStrom. Mitarbeitende und Gemeindeglieder dieser Gemeinden erhalten jetzt beim Wechseln des Stromanbieters zu Naturstrom ein Startguthaben von 20 Euro ,auch der Gemeinde werden 20 Euro als Prämie gut geschrieben. Der Strom kostet bei NaturStrom 21,25 Cent pro Kilowattstunde bei einer monatlichen Grundgebühr von 7,95 Euro (incl. MwSt.).
Diese Preise gelten auch für andere Privatkunden, die dem Unternehmen ebenso willkommen sind.
Der Rahmenvertrag wird derzeit überarbeitet, auch die Preise werden sich ändern. Näheres erfahren Sie demnächst hier.
Naturstrom übernimmt alle erforderlichen Formalitäten (Kündigung beim Vorversorger etc.). Sobald die Bestätigung des jetzigen Versorgers vorliegt, teilt Naturstrom das verbindliche Wechseldatum und die zukünftigen Abschlagszahlungen mit.
Infos bei Kirsten Schaub, NaturStromHandel GmbH, Büro Oldenburg, Stau 34, 26122 Oldenburg, Tel.: (0441) 21985930, Fax: (0441) 21985999, E-Mail
„Der Grüne Hahn“
Management für eine Kirche mit Zukunft
Besuchen Sie auch die Website "Der Grüne Hahn"!
Hier einige wichtige Aspekte:
- In der Evangelischen Kirche von Westfalen gibt es das kirchliche Umweltmanagementsystem „Der Grüner Hahn“ seit 2003. Bislang wurde es in knapp 100 Gemeinden und kirchlichen Einrichtungen eingeführt. Sie haben dadurch durchschnittlich 10-15 % des Energieverbrauchs eingespart. Mögliche Maßnahmen sind Regulierung der Heizungsanlage, „Winterkirche“, Verzicht auf Wasserboiler und Einsatz von Energiesparlampen.
- Managementsysteme beschreiben bestimmte Aufgaben umfassend und zeigen Lösungsmöglichkeiten auf. Der „Grüne Hahn“ soll eine Verbesserung der Umweltauswirkungen in kirchlichen Einrichtungen erreichen, einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und Kosten sparen. Schwerpunkte sind Reduzierung von Energie- und Wasserverbrauch, Abfallvermeidung und Einkauf ökologischer und fair gehandelter Produkte.
- Der „Grüne Hahn“ wird nach einem festen Ablaufplan mit 10 Stufen umgesetzt. Wichtige Schritte sind der Projektstart mit Benennung eines/er ehrenamtlichen Umweltbeauftragten und Gründung eines Umweltteams, die Umweltbestandsaufnahme (Ermittlung des Handlungsbedarfes in Kooperation mit der EnergieAgentur.NRW) sowie die Erstellung eines Umweltprogramms.
- Kosten: Für jede teilnehmende Gemeinde bzw. Gemeinderegion werden u.a. für Schulungen etwa 700-1000 Euro fällig. Dieser Betrag berücksichtigt bereits einen landeskirchlichen Zuschuss in gleicher Höhe.
- Unterstützung durch den Kirchenkreis:
Der Kreissynodalvorstand (KSV) stellt insgesamt 17.000 Euro für die 17 Kirchengemeinden zur Verfügung. Bei der Verteilung des Geldes wird die Gemeindegröße berücksichtigt. Die ersten 10 Gemeinden, die sich anmelden, erhalten einen zusätzlichen Bonus. Daher stehen für die Gemeinden unterschiedliche Beträge zur Verfügung. Die genauen Summen erfahren Sie hier.
Der Umweltreferent berät Sie gerne bei Fragen zu Ihrer Gemeinde.
Wanderausstellung
„Der Grüne Hahn“
- Das Umweltreferat hat eine Wanderausstellung für die Kirchengemeinden des Kirchenkreises Gütersloh zum Thema „Der Grüne Hahn“ erstellt, die bereits in mehreren Gemeinden zu sehen war (hier ein Beispiel).
- Sie informiert über den „Grünen Hahn“ sowie die Themen „biologische Vielfalt“ und „Klimawandel“, liefert Informationen für Kinder im Grundschulalter und umfasst praktische Beispiele sowie Literatur zur Ansicht.
- Der Platzbedarf für die Ausstellungswände, die zur Verfügung gestellt werden, liegt etwa bei 6 x 1 Meter. Auf- und Abbau erledigt das Umweltreferat; der gastgebenden Gemeinde entstehen keine Kosten.
- Die Ausstellung kann von Veranstaltungen begleitet werden. Beispiele: Informationsabend im Presbyterium, Projekttag mit Konfirmandinnen und Konfirmanden, Unterrichtsstunde für Grundschulklassen.
Wenn Sie die Ausstellung auch in Ihrer Gemeinde zeigen möchten oder Interesse an einer weiteren Veranstaltung haben, nehmen Sie Kontakt mit dem Umweltreferenten auf!
Ökostrom
Als Verbraucher kann jede Gemeinde und natürlich jeder Privathauhalt mit einer Entscheidung für Ökostrom indirekt den Ausbau regenerativer Energien fördern. Mehr über die Hintergründe und wie man den Stromanbieter wechselt, erfahren Sie hier.
Der „Stromsee“ - woher kommt meine Energie?
Unser Strom wird über ein Netz verteilt, über Zwischenstationen ist jeder Punkt mit allen anderen verbunden. In dieses Netz speisen die Kraftwerke ihre produzierte Energie ein. Dazu gehören Kohle- oder Atomkraftwerke, aber auch erneuerbare Energien wie Wind oder Solar. Die Abnehmer hängen am Stromnetz und ziehen beim Verbrauch Strom ab.
Das ganze Modell wird auch Stromsee genannt. Die Produzenten leiten Energie in den „See“ hinein, die Verbraucher schöpfen sie heraus. Welchen Strom der Verbraucher bekommt, kann man nicht mehr sagen, es ist alles gemischt. Den Anteil, den jeder Energieproduzent zum See beisteuert, kann man im Strommix sehen. In Deutschland bestand er 2006 etwa zu 48% aus Kohle, 26% aus Atom, 10% aus Erdgas und 12% aus erneuerbaren Energieträgern.
Was passiert, wenn ich meinen Stromanbieter wechsle?
Ich bekomme keine neue Leitung oder neuen Zähler, auch der Strom aus der Steckdose ist der gleiche wie vorher. Es ändert sich nur der Vertragspartner. Er bekommt Geld vom Verbraucher bzw. der Verbraucherin, um Energie in den See zu leiten. Hat er viele Kunden, kann er mehr Strom erzeugen. Wechseln also viele Leute zu Strom aus erneuerbarer Energie, bekommen die Ökostromanbieter mehr Geld und können damit ihre Anlagen finanzieren oder ausbauen. Die Verbraucher können über ihre Anbieterwahl also indirekt den Strommix beeinflussen.
Wie kann ich meinen Stromanbieter wechseln?
Der Wechsel ist unkompliziert. Nach Abschluss des Vertrages kündigt der neue Anbieter den alten Vertrag. Mit Ablauf der Kündigungsfrist kommt der Strom dann vom neuen Anbieter.
Welcher Stromanbieter liefert wirklich „richtigen“ Ökostrom?
Entscheidend für die Umwelt ist, ob der Bezug des Ökostroms auch zum Bau neuer Kraftwerke mit erneuerbaren Energien führt, was u. a. die Ökostrom-Label OK Power und das Grüner Strom Label zeigen. Das TÜV-Ökostrom-Zertifikat belegt zum Beispiel nur, dass der Strom aus erneuerbaren Energien stammt, die unter das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) fallen. Dieser Strom wird aufgrund der gesetzlichen Förderung ohnehin produziert; entsprechend bringt die Nachfrage des Stroms mit diesem Zertifikat keinen zusätzlichen Umweltnutzen.
Mehr zu dieser Thematik finden Sie hier. Eine Übersicht, die auch von „Zukunft einkaufen“ empfohlen wird, gibt es auf dieser Seite.
Umweltreferent
Als Diplom-Biologe bin ich seit Juni 2008 im Kirchenkreis tätig. Der Stellenumfang beträgt derzeit 25% einer Vollzeitstelle, was etwa 10 Wochenstunden entspricht. Meine bisherigen Arbeitsschwerpunkte:
- Erstellung der Wanderausstellung „Der Grüne Hahn“
- Arbeit mit Schulklassen und Konfirmandengruppen im Rahmen der Wanderausstellung
- Planung und Organisation von Veranstaltungen zu Umweltthemen (Informationsabend für die Kirchengemeinden zum Thema „Grünen Hahn“, Gemeinschaftsveranstaltung mit der Stadt Gütersloh im Rahmen der Energieaktionstage)
- Vorstellung des kirchlichen Umweltmanagements „Der Grüne Hahn“ in verschiedenen Gremien (u.a. im Presbyterium der Kirchengemeinden Beckum, Oelde und Gütersloh)
Neben der Tätigkeit beim Kirchenkreis bearbeite ich freiberuflich verschiedene Projekte mit den Schwerpunkten Botanik und Naturschutz. Nähere Informationen finden Sie hier.
Umweltausschuss
Der kreiskirchliche Ausschuss für Umweltarbeit repräsentiert die drei regionalen Bereiche des Kirchenkreises und deren Gemeinden. Er wird alle vier Jahre von der Kreissynode gewählt und trifft sich fünfmal im Jahr zu Sitzungen. Basierend auf seinem Selbstverständnis werden Projekte und zukünftige Arbeiten mit dem Umweltreferat geplant, abgesprochen und begleitet.
Der Ausschuss trifft sich am:
16.01.2012
12.03.2012
21.05.2012
10.09.2012
19.11.2012
jeweils um 18 Uhr, Moltkestraße 10
Links
Das kirchliche Umweltmanagement „Der Grüne Hahn“ hat verschiedene Schwerpunkte. Entsprechend gibt es unterschiedliche Kooperationspartner, die die Kirchengemeinden beraten und unterstützen.
Wie kann der Verbraucher durch sein Verhalten die Erzeugung von Strom aus regenerativen Quellen fördern? Das Stromsee-Modell zeigt es Ihnen!
"Der grüne Hahn" - häufig gestellte Fragen
Fördergelder des Kirchenkreises Gütersloh für Gemeinden zur Einführung des "Grünen Hahns"
Selbstverständnis des kreiskirchlichen Umweltausschusses
Atomausstieg jetzt! Forderung von Pfarrer i.R. Dr. Wennemar Schweer im Vorfeld der Bundestagswahl 2009
Früh anfangen! Umweltreferent Dr. Gunnar Waesch mit Beckumer Schülerinnen und Schülern vor der Ausstellung „Der Grüne Hahn“.
Foto: Kerstin Jacobsen

